Thailand Freiheit

Thailand: Einfach mal locker durch die Hose atmen

Mir bekommt Thailand in mentaler Hinsicht sehr gut. Alles ist hier sehr viel lockerer und entspannter. Die Menschen sind einfach nicht so verkrampft wie in Deutschland und sehen die Dinge in vielerlei Hinsicht viel lockerer. Zum Beispiel gibt es unglaublich viele Dinge, die man in Thailand ungestraft machen kann, während man in Deutschland zum einen von mißliebigen Nachbarn denunziert und dann von irgendwelchen Ordnungshütern mit einem saftigen Bußgeld belegt würde. In vielen Aspekten herrscht hier weitgehende Anarchie. Und an die Gesetze die es gibt, halten die Thailänder sich nicht.
So sind sowohl Geschwindigkeitsbeschränkungen als auch die Anschnallpflicht für Autofahrer und die Helmpflicht für Motorradfahrer eher graue Theorie als gelebte Praxis. Angeschnallt wird sich nur, wenn die Aussicht besteht, irgendwo in eine Verkehrskontrolle zu fahren. (Ab Mitte des Monats häufen sich angeblich die Verkehrskontrollen, weil die Polizeibeamten dann langsam ihren Sold ausgegeben haben und Geldnachschub brauchen).

Verglichen mit Deutschland ist Thailand ein Paradies für Gewerbetreibende aller Art. Während bei uns jedes noch so kleine Geschäft einen Haufen Papierkrieg erfordert, kann man hier einfach so loslegen… (Für Ausländer gilt das nicht – als Nicht-Thailände rkann man hie rnur sehr eingeschränkt beruflich tätig sein – aber das will ich ja auch gar nicht – ich verdiene mein Geld weiter im Internet).

Führerschein kurz und schmerzlos an einem Vormittag

Einen Führerschein zu machen ist hier eine Sache von einem Tag – eine kurze Fahrprüfung und ein Fragebogen zum Ankreuzen und eine bescheidene Gebühr: Fertig ist der frichgebackene Autofahrer. Strom und Wasser sind spottbillig und eine Regierung die hier so etwas durchziehen würde wie die „Energiewende“ nach deutschem Vorbild würde wahrscheinlich von einer wütenden Meute geteert und gefedert werden.

Um ein Restaurant oder eine Garküche zu eröffnen oder um unterwegs Eis, Süssigkeiten Getränke oder sonstwas zu verkaufen, ist weder ein Gewerbeschein noch irgendwelche aufwändigen Prüfungen notwendig.

Der Markt regelt es.

Wenn jemand verdorbene Lebensmittel verkauft und die Leute sich Krankheiten einfangen, dann wird sich das sehr schnell herumsprechen und dann bleibt eben die Kundschaft aus und der Laden kann dicht machen. Ich habe jedenfalls bisher hauptsächlich postive Erfahrungen gemacht. Auch wenn viele fahrbare Garküchen und manche Restaurants auf den ersten Blick für Europäer chaotisch und wenig vertrauenserweckend aussehen, so sind die angebotenen Gerichte doch in den meisten Fällen ohne Gefahr für die Gesundheit geniessbar. Übrigens ist sogar das Leistungswasser hier trinkbar. Ich habe das zwar nicht im Rohzustand ausprobiert, aber für Tee oder Kaffee ist es absolut OK.

*Größere Geschäfte in den Shopping-Malls geniessen allerdings nicht mehr ganz so paradiesische Freheit – die müssen wie bei uns Mehrschweinsteuer* abführen und eine Registrerkasse benutzen und werden wohl auch von irgendeiner Behörde kontrolliert.

** Die Mehrwertsteuer beträgt hier nur 7% und wird nur von größeren Betrieben entrichtet – die ganzen Straßenverkäufer betreiben ihre Gewerbe alle ohne irgendeine Erlaubnis und ohne irgendwelche Steuern zu zahlen. Was wohl ab und an mal anfällt sind Schmiergelder* für Polizisten. Es ist etwas gewöhnungsbedürftig, dass diese Gesellschaft durch und durch korrupt ist.

***Angeblich befürworten 80% aller Thailänder Korruption, sofern sie selbst auch was davon haben… Ich habe keine Ahnung, ob diese Zahl stimmt, aber es könnte hinkommen. Aber das ist nicht meine Aufgabe das zu ändern. Ich muß die thailändische Gesellschaft und die Menschen hier nehmen, wie sie sind, wenn ich hier klarkommen will (Bloß nicht mit typisch deutscher Klugscheisserei auffallen).

Über den Autor Markus

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