Autofahren in Thailand

Nichts für schwache Nerven – Autofahren in Thailand

Es ist zwar so, das man in Thailand ohne Auto ziemlich arm dran ist – andererseits ist das Führen eines Kraftfahrzeugs in Thailand für Europäer eine echte Herausforderung. Ganz besonders in Großstädten. Denn es gibt in ganz Europa (und in Deutschland schon gar nicht) keine Stadt, deren Verkehr auch nur annhähernd mit dem Bangkoker Stadtverkehr vergleichbar ist. Es ist nicht nur so, daß ganztags eine hohe Verkehrsdichte herrscht, die zur Rush-Hour in einen Dauerstau übergeht. Nein, es kommen noch ein paar andere Besonderheiten hinzu.

Autofahren in Thailand – ein Himmelfahrtskommando?

  • In Thailand herrscht Linksverkehr. Die Autos haben die Fahrersitze und das Lenkrad auf der rechten Seite. Gewöhnungsbedürftig, aber geht durchaus, wenn man sich erst einmal damit eingefahren hat. Meine Fahrversuche auf dem Parkplatz unseres lokalen Tempels sind jedenfalls unfallfrei verlaufen.
  • Das nächste Problem ist schon schwerer zu bewältigen: Die meisten Verkehrszeichen sind nicht leserlich. Da in Thai-Schrift. Große Hinweisschilder an autobahnähnlichen Straßen sind zwar auch auf Englisch verfügbar, aber eben längst nicht alle Schilder. Man tappt aso häufig im Dunkeln.
  • Ein echtes Problem ist die spontane und impulsive Fahrweise der Thais. Es wird gerne darauf verzichtet zu blinken oder in den Rückspiegel zu sehen, auch Fahrbahnmarkierungen werden munter ignoriert, so ist es zum Beispiel nicht ungewöhnlich das eine 3-spurige Straße auch einmal 4-spurig befahren wird. Es wird zwischen Spuren gewechselt ohne sich uzugucken und es wird auch nicht immer die Vorfahrt beachtet.
  • Vorsicht, auch angetrunken fahrende Thais sind nicht sooo ungewöhnlich – die Kontrollen sind eher lax und die Strafen nicht übertrieben hart
  • Die thailändischen Straßen sind zwar gar nicht in so viel schlechterem Zustand als die westdeutschen, aber dennoch muss man auf Schlaglöcher achten. Manchmal trifft man auf wirklich gemeine Schlaglöcher, die einem ernsthaft die Lenkung verreissen können – eine Freundin von Jibjoyce ist auf genau diese Art und Weise verunfallt.
  • Vorsicht, Motorradfahrer halten sich oft an gar keine Regeln und sind manchmal auch auf dem Standstreifen der Autobahn in Gegenrichtung unterwegs.

Wenn man das alles weiß, ist es eigentlich ein totales Himmelfahrtskommando, sich in Thailand mit einem Automobil in den STraßenverkehr zu wagen. Darum werde ich das Fahren in Bangkok wohlweislich erstmal Jibjoyce überlassen. DIe kennt sich aus, schliesslich entstammt sie einer Familie von Taxifahrern. Aber ich werde daran arbeiten und trainieren. Erstmal auf Parkplätzen und Nebenstraßen auf dem flachen Land, dann auf der Autobahn und ganz am Ende in der Stadt.

Abenteuer Führerschein (ist gar nicht so schwer)

Und den Thaiführerschein werde ich auch machen. Es ist nämlich gar nicht SO schwierig und vor allem auch gar nicht teuer den EU-Führerschein in einen Thai-Führerschein umschreiben zu lassen. Der ist zwar zunächst nur 1 Jahr gültig, wird dann aber nach einem Jahr auf 5 Jahre verlängert. Und Muß dann nur noch im 5-Jahres-Rythmus verlängert werden. Die Führerscheine sehen übrigens ganz ähnlich aus wie di eneuen Euro-Führerscheine – es gibt einen weltweiten Trend zur vereinheitlichung, auch die thailändische 10-Bahtmünze ist ja dem 2-EURO-Stück auf den ersten Blick fast zum Verwechseln ähnlich.

Und wie genau man seinen deutschen Führerschein in einen thailändischen Führerschein umschreibt, beschreibe ich in einem der nächsten Artikel. Allerdings hat das erstmal noch etwas Zeit. Noch haben wir ja nicht einmal ein Auto.

 

Über den Autor Markus

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